My Favorite Song | Archiv

"Pape Fall - African Salsa" | KW21 / 2014
Seit zig Jahren ist die kubanische Musik beliebt auf dem afrikanischen Kontinent und hat einen Einfluss auf den afrikanischen Sound. Einer der Musiker, der auch vom lateinamerikanischen Rhythmus angesteckt wurde, ist Pape Fall. Pape Fall wurde 1947 in Senegal geboren und er begann seine Musiker- und Sängerkarriere mit jungen 19 Jahren. Daraufhin folgten viele Jahre in diversen Bands und auch die Gründung eigener Gruppen. Den größten Erfolg feiert Pape Fall seither mit seiner 1995 gegründeten Band "African Salsa". Eines ihrer bekanntesten veröffentlichten Alben ist das Album "Artisanat" (französich für "Handwerk"). Wer sich ihr "Handwerk" anhört kommt schnell zum Schluss, dass Pape Fall wahrlich einen eigenen Sound kreiert hat. Neben Trompete und Posaune sticht vor allem die E-Gitarre hervor. Auf dem Album findet man neben Cha-Cha-Stücken auch Salsa-Songs wie den am Bandnamen angelehnte Titel "African Salsa". Zu diesem Hit gibt es auch noch einen gelungenen Remix, der es diese Woche zum "Favorite Song of the Week" geschafft hat. Erschienen ist der Remix auf dem Album "Congo To Cuba" vom Label "Putumayo World Music". Viel Spaß beim Reinhören!

"Celia Cruz - Tremendo Guaguancó" | KW19/2014
Celia Cruz (1925-2003) war eine kubanisch-amerikanische Sängerin. Die in Havanna aufgewachsene "Queen of Salsa" (La Reina De La Salsa) hat im Laufe ihrer Musikkarriere, die ihr etliche Grammys eingebracht hat, mit den absoluten Salsa-Größen zusammengearbeitet. Mit Tito Puente, Johnny Pacheco, Willie Colón, Ray Barretto, Oscar D'León und vielen anderen Musiklegenden hat sie Musikgeschichte geschrieben und sie wird mit ihrer einzigartigen Stimme unvergesslich bleiben. Auch wenn sie 1960 ihre Heimat Kuba verließ, sollte Kuba in ihren Liedern immer ein wichtigen Platz finden. Bekannt geworden ist sie vor allem mit ihrer Stimme, Charisma, ihren schrillen Outfits und ihrem Ausruf "Azucar!" (Zucker). Der "Favorite Song of the Week" ist ihrem Album "Son Con Guaguancó" entnommen, welches 1966 erschienen ist. Selbst nach fast 50 Jahren geht dieser Hit noch immer ins Blut und er ist ein genialer Song zum Tanzen. Viel Spaß beim Reinhören!

"Juan Formell Y Los Van Van - Havana City" | KW18/2014
Wie das kubanische Staatsfernsehen bekanntgab, ist in der Nacht zum Freitag Juan Formell, einer der größten kubanischen Salsa-Legenden, im Alter von 71 Jahren gestorben. Aus gegebenem Anlass ist "My Favorite Song of the Week" diesem genialen Künstler und Musiker gewidmet. Juan Formell war Frontmann und Bandleader von "Los Van Van", einer der bedeutendsten Salsa-Big-Bands weltweit. "Los Van Van" wurde 1969 gegründet und seit nun mehr als 40 Jahren prägt die Gruppe mit ihrem einzigartigen Sound nicht nur die kubanische Musik. "Los Van Van" steht für Rhythmus, der sofort in die Beine geht, für Lebenslust und kubanische Lässigkeit. Bis heute hat Juan Formell mit seiner Band über 30 CD's veröffentlicht und unzählige Auszeichnungen erhalten. Im Jahr 2000 wurde z.B. ihr Album "Llego Van Van - Van Van Is Here" mit dem Grammy ausgezeichnet. Der Song "Havana City" ist diesem Album entnommen und ist eine herzliche Einladung in ihre Heimatstadt Havanna. Man braucht dabei nur die Augen schließen und schon wird man auf die Reise mitgenommen!

"Chica Torpedo - Ay Maria" | KW16/2014
"Chica Torpedo" nennt sich die neunköpfige Combo aus der Schweiz, die sich seit 2002 mit Haut und Haar den lateinamerikanischen Rhythmen verschrieben hat. Diese echt groovige Small-Bigband steht unter der Leitung von Schmidi Schmidhauser, einem umtriebigen Mundartsänger, Komponisten, Texter, Bandleader, Produzenten und Musiker. "Chica Torpedo" steht für witzige und skurile Texte, wobei Berner Mundart mit dem Spanisch des peruanischen Percussionisten gepaart wird. Seit 2002 haben diese Pophandwerker bereits vier CD's veröffentlicht. 2007 ist ihr zweites Album "dr Summer wär so schön..." erschienen, welches durch lockere Grooves und Klängen mittels Vibraphon, Tres Cubano (kubanisches Saiteninstrument) und Baritonsax besticht. Die Songpalette auf dem Album geht von Son, über Salsa bis hin zu Cha-Cha und Cumbia. "Ay Maria" - ein schöner und gefühlvoller Son - hat sich dabei als "Favorite Song of the Week" durchgesetzt. Jedoch ist das gesamte Album wegen weiterer Songs wie "Castellano Que Bueno Baila Usted" oder "Bongo" eine musikalische Entdeckungsreise wert. Viel Spaß beim Reinhören!

"Jack Burger - Mambo Burger" | KW15/2014
Jack Burger, geboren am 2. November 1925 in New York City, war einer der wenigen Musiker außerhalb der "Latin Music" Szene, dessen erstes Instrument die Bongos waren. Die aus Kuba stammenden Bongos sind kleine mit Fell bespannte Trommeln, die mit den Fingern oder den Händen geschlagen werden. Jack Burger war in den 60er Jahren ein echter Meister auf diesen Instrumenten, weshalb er auch bis heute unter dem Namen Jack „Bongo“ Burger bekannt ist. Burger spielte zwar in Schülerbands und Orchestern, studierte an der Southern California School of Music and Art, aber er war in seinem gesamten Musikerleben eher als Lehrer als Performer bekannt. Deshalb gibt es auch von ihm aus den 60er Jahren hauptsächlich nur Anleitungsmaterial (Alben und Bücher) für Schlagzeuger. Sein Talent im Bereich Percussion-Instrumente brachte ihn damals sogar so weit, dass er in diversen Werbe-Jingles (Chesterfield-Zigaretten, Mattel Spielzeug, Chevrolet, usw.) zu hören war. Eines seiner Highlights ist unumstritten sein Jazz-Album „The End On Bongos“, das heute zu den absoluten Sammlerstücken gehört und aus dem der „Favorite Song of the Week“ entnommen ist. Mit dem Stück „Mambo Burger“ sollte der 2008 verstorbene Jack „Bongo“ Burger jedenfalls unvergesslich bleiben. Viel Spaß beim Reinhören!

"Orquesta Broadway - Arrepientete" | KW14/2014
Man nehme die Grundzutaten Timbales, Congas, Piano und Bass und füge danach die charakteristischen Spezialitäten Violine und Querflöte hinzu. Das Ergebnis ist eine Orchester-Instrumentalisierung und ein Musikstil, den man als "Charanga" bezeichnet! Die erste Charanga bildete sich Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts und dieser Musikstil ist stark an der Entwicklung und Verbreitung des Cha-Cha in den 50er Jahren beteiligt. Charanga ist unter anderem in den USA sehr populär und es gibt dort einige Bands, die für diesen charakteristischen Sound stehen. Eine Charanga-Band, die schon auf über 50 Jahre Musik- und Bandgeschichte zurückblicken kann, ist die New Yorker Top-Band "Orquesta Broadway". Sie wurde 1962 von den Kubanern Roberto Torres & Eddy Zervigón gegründet. Eddy Zervigón (Musical Director, Producer) ist selbst heute noch ein aktives Bandmitglied, indem er auf der Querflöte sein Bestes gibt. Neben genialen Highlights wie "Abrele Camino Al Son" hat sich diese Woche dennoch der Top-Song "Arrepientete" durchgesetzt. Er ist dem Album "Pasaporte" (1990) entnommen und man hört auch hier sehr schön die charakteristischen Instrumente Violine und Querflöte. Der Song wurde 20 Jahre später remastered und er ist daher etwas moderner nochmals auf dem Album "40th Anniversary" (2003) erschienen. Hier findet ihr den YouTube-Link zur Version von 1990. Viel Spaß beim Reinhören!

Als zusätzliches Highlight hier auch noch eine Live-Version des Songs "Arrepientete". Gänsehautfeeling beim 1,5 minütigen Violin-Solo ab circa 2:00 garantiert!

"Barrio Latino - Dejame Soñar" | KW13/2014
"Barrio Latino" wurde 2008 von dem Trompeter und Komponisten Tamas Bodzsár und einer Gruppe von jungen Jazz-Musikern gegründet und ist die erste Timba Band in Ungarn. Timba ist eine kubanische Musikrichtung, basierend auf populärer kubanischer Musik vermischt mit Salsa, Funk, R&B und dem starken Einfluss der afro-kubanischen Folklore-Musik. Die junge Band, mit Hauptssitz in Budapest, arbeitet gerade an ihrem ersten Album, das voraussichtlich im April veröffentlich wird. Ihr Debut-Album ist Folge der engen Zusammenarbeit mit dem Toningenieur, Grammy Award Gewinner und Gründer des Musiknetzwerks "Latin Pulse Music" Michael Lazarus, der auf die Musik von "Barrio Latino" aufmerksam geworden ist. Neben der Veröffentlichung ihres Albums planen die Musiker für 2014 auch eine Europa-Tour, bei der auch Konzerte in Österreich auf dem Programm stehen werden. Für ihren ersten eigenen Song "Con Clave Y Tambó" haben sich die Musiker den Kubaner Danny Lozada ins Boot geholt. Der Ex-Singer/Writer von Charanga Habanera verleiht dem Timba-Hit aus Ungarn seine unverkennbare Stimme.
Der Song dieser Woche ist jedoch ein anderer! Mit "Dejame Soñar" ist den Musikern von "Barrio Latino" eine weitere Meisterleistung gelungen. "Dejame Soñar" ist ein perfekt gelungener Remix des 1992 erschienenen und gleichnamigen Klassikers der Musikgrößen Tony Vega & Tito Puente. Viel Spaß beim Reinhören!

"Baile An Salsa - Mother's Delight" | KW12/2014
Lateinamerikanische Musik kombiniert mit irischen Melodien - das ist "Baile An Salsa"! Die 2013 gegründete irische Band besteht aus zehn Weltklasse-Musikern aus acht verscheidenen Ländern. Ihre Leidenschaft für Salsa und den traditionellen irischen Rhythmen verpacken sie in musikalische Kreationen, die sie "Salsa-Trad" nennen. Andres Mardorell, der Sänger und Gründer der Band, hat auf diese Weise Melodien aus den verschiedensten Musikstilen im Repertoire, einschließlich Salsa, Rumba, Flamenco und mehr. "Baile An Salsa" arbeitet gerade an ihrem ersten Album. Ihre Debüt-EP (Extended Play = Mini-Album) "Salsa-Trad" hat ihnen bereits im In- und Ausland starke positive Reaktionen gebracht, in Kolumbien erreichte ihre EP sogar Platz 2 in den Charts. Der Song "Mother's Delight" ist ein schönes Beispiel für die Verschmelzung lateinamerikanischer und irischer Rhythmen. Kein Wunder, dass die irische und internationale Fangemeinde stetig wächst. Das YouTube-Video ist ein Live-Mitschnitt zu "Mother's Delight" von einem ihrer Auftritte in Dublin. Viel Spaß beim Reinhören!

"Tromboranga - Hoy No Quiero Trabajar" | KW11/2014
Tromboranga steht für einfachen, reinen, soliden und rhythmischen Sound - made in Barcelona. Zu den Bandmitgliedern zählen Vollblutmusiker aus Südamerika und Europa. Auch die beiden sympathischen Bandleader Joaquin Arteaga (Produzent, Management, Timbales & Percussion) und Freddy Ramos (Gesang, Komponist, Arrangeur) kommen aus Venezuela. Joaquin Arteaga - 1973 in Caracas geboren - ist zudem auch noch der Bandleader der weltbekannten Band Bloque 53!
Tromboranga begann ursprünglich als Projekt. Inspiriert von unzähligen Künstlern aus den 70er und 80er Jahren wollten Joaquin und Freddy zusätzlich zum unverwechselbaren Klang von Bloque 53 einen neuen Sound kreieren. Beide lieben den Klang der Posaune und dieses Instrument sollte bei der neuen Band eine zentrale Rolle spielen. Aus dem ursprünglichen Projekt ist schließlich die geniale Band Tromboranga (Trombón = Posaune) enstanden. Jetzt einen speziellen Song hervorzuheben ist nicht einfach, denn Tromboranga hat einige erwähnenswerte Highlights zu bieten. Zudem ist diese junge Band auch äußerst produktiv. Die Musiker haben sich nämlich das Ziel gesteckt, jedes Jahr mindestens eine CD herauszubringen! Der Song "Hoy No Quiero Trabajar" kommt von ihrem Album "Tromboranga" aus dem Jahr 2012. "Hoy No Quiero Trabajar" bedeutet übersetzt so viel wie "Ich will heute nicht arbeiten". Vielleicht lässt sich ja die Motivation bei der nächsten Lustlosigkeit etwas steigern, wenn man sich dabei diesen Song anhört. Viel Spaß beim Reinhören!

Auf Latin-Emagazine ist ein interessantes Interview vom Jahr 2013 mit Joaquin Arteaga und Freddy Ramos zu finden. Dabei erzählen sie von ihren musikalischen Einflüssen, ihrer Liebe zur Musik und sie verraten, wie der Name Tromboranga entstanden ist, denn ursprünglich sollte die Band eigentlich Tamboranga (Tambor = Trommel) heißen.

"DJ Good Sho - Salsa Dura Conga Jam" | KW10/2014
Über die Person "DJ Good Sho" ist im Internet kaum etwas zu finden. Der in San Francisco lebende und dort tätige DJ ist jedenfalls der Produzent dieses instrumentalen Salsa-Songs. Wenn man sich dann noch genauer damit beschäftigt, welche Musiker hinter diesem Song stecken, dann versteht man, warum es wirklich ein Genuss ist, sich den Titel immer wieder anzuhören. Hinter dem Piano sitzt Christian Tumalan, die gesamte Percussion liegt in der Hand von Javier Cabanillas und am Bass hört man Sam Bevan. Der Mexikaner Christian Tumalan ist kein Geringerer als der Bandleader der weltbekannten 19-köpfigen Latin Big Band "Pacific Mambo Orchestra" (PMO), die man im Musikbereich Salsa, Mambo, Latin Jazz und Cha-Cha antrifft. Das Pacific Mambo Orchestra konnte sich im Jänner 2014 neben nominierten Künstlern wie Marc Anthony durchsetzen und gewann den Grammy für das "Best Tropical Latin Album". Javier Cabanillas gehört ebenfalls zur fixen Bandbesetzung und der Bassist Sam Bevan war auch schon Teil dieser dynamischen Band. Wenn man sich jetzt mit diesem Hintergrundwissen den gemeinsam mit DJ Good Sho produzierten Song anhört, liegt das Ergebnis einer solchen Zusammenarbeit klar auf der Hand: ein Musikstück auf höchstem Niveau! Viel Spaß beim Reinhören!

Hier noch ein Hit von "Pacific Mambo Orchestra"